An einer Straßenecke in Puzzlabad saß ein Fakir auf seinem Nagelbrett und führte einen Seiltrick vo, in der Hoffnung, ein paar Rupien zu ergattern. Das Kunststück gelang und erregte einige Aufmerksamkeit. Auch der Sohn des Maharadschas war begeistert und lud den Fakir kurzerhand in den Palast ein, um beim allabendlichen Gelage die Gäste zu unterhalten.
Angesichts dieser bedeutenden Aufgabe flatteren dem guten Mann die Nerven und er versuchte, sich mit etwas Wein zu beruhigen. Ob er nun zuviel des guten Trankes erwischte oder ob ihn die 40 hübschen Frauen des Maharadschas verwirrten, ist nicht überliefert; jedenfalls misslang der Trick völlig.
Der Fakir verknotete seine Seile und Stöckchen derart ineinander, dass er nicht mehr ein noch aus wusste. Der wütende Herrscher ließ ihn sofort abführen und umschulen. Leider machte dem ehemaligen Fakir sein neuer Beruf als Treiber bei der Tigerjagd keinen Spaß.
Nur gut, dass heutztage nicht so extreme Berufsveränderungen notwendig sind, wenn jemand die beiden Teile nicht auseinanderbekommt...
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